Kommunalwahl 2026

FDP Schaafheim – Wahlprogramm zur Kommunalwahl 2026

Gemeinsam für Familien, Vereine und lokale Betriebe – liberal, pragmatisch, kommunal, umsetzbar

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

am 15. März 2026 entscheiden wir gemeinsam, wie sich Schaafheim mit Mosbach, Radheim und Schlierbach in den kommenden Jahren entwickeln soll. Unser Programm steht für eine liberale Kommunalpolitik: weniger Bürokratie, mehr Transparenz, solide Finanzen und ein Alltag, der für Familien, Ehrenamt und Betriebe funktioniert.

Unser Dreiklang für Schaafheim:
Familien – Vereine – lokale Betriebe.
Daran messen wir jede Entscheidung.

1. Familien, Kinderbetreuung, Bildung & Gemeindeleben

Familien brauchen verlässliche Betreuung, sichere Wege und klare Kommunikation.

  • Bedarfsgerechte Kinderbetreuung: Ausbau dort, wo Plätze fehlen,  mit realistischen Zeitplänen und sauberer Haushaltspriorisierung.
  • Transparentes und sozialverträgliches Vergabesystem für Kita-Plätze (nachvollziehbare Kriterien, klare Wartelistenlogik).
  • Schulwege sicherer machen: Gefahrenstellen identifizieren und entschärfen (Querungen, Sicht, Tempo, Beleuchtung).
  • Ganztagsangebote und Betreuung frühzeitig koordinieren: mit Schule, Trägern und Landkreis Lösungen vorbereiten, bevor Zeitdruck entsteht.
  • Hundewiese ehrlich prüfen: Standort, Pflege, Haftung und Konfliktpotenziale transparent bewerten; wenn geeignet, eine Vereinslösung unterstützen (Betrieb nicht zwingend durch die Gemeinde).
  • Sauberkeit und Ordnung: pragmatische Maßnahmen gegen Vermüllung (Abfallbehälter, Aufklärung, Kontrollen im Rahmen des Möglichen).
  • Spielplätze und öffentliche Treffpunkte: Substanz erhalten, Sicherheit gewährleisten, Prioritätenliste für Sanierungen erstellen.

2. Vereine, Ehrenamt & Gemeinschaft

Ehrenamt stärken heißt: weniger Hürden, mehr Unterstützung.

  • Einführung eines Vereins- und Kulturrings zur besseren Abstimmung, gemeinsamen Terminplanung und Kooperationen.
  • Unbürokratische Vereinsförderung: klare Regeln, kurze Wege und feste Ansprechpartner in der Verwaltung.
  • Transparente Belegungs- und Nutzungspläne für Hallen und Räume; digitale Reservierung, wo sinnvoll.
  • Pragmatische Unterstützung bei Veranstaltungen (Genehmigungen, Sicherheit, Verkehr) statt unnötiger Bürokratie.

3. Wirtschaft, Handwerk & Gründungen

Ein starker Standort entsteht durch Service, Tempo und Planungssicherheit.

  • Wirtschaftsförderung als Service: ein zentraler Ansprechpartner, der Verfahren koordiniert und Hürden abbaut.
  • Schnellere Prozesse durch standardisierte Checklisten, klare Reaktionszeiten und digitale Anträge.
  • Standortmarketing stärken: Schaafheim aktiv als Standort für Handwerk, Mittelstand und moderne Dienstleistungen positionieren.
  • Gründerzentrum im Kleinformat prüfen (Kooperation mit Unternehmen).

4. Landwirtschaft & Naturschutz

Naturschutz gelingt am besten mit Landwirten und Firmen gemeinsam – freiwillig, fair und wirksam.

  • Freiwillige Naturschutzmaßnahmen für Landwirte: Fördermöglichkeiten offenlegen, Beratung bündeln und Unterstützung anbieten.
  • Schulprogramme mit Landwirten ermöglichen (Kooperationen, Projekttage, regionale Bildung).
  • Direktvermarktung und regionale Wertschöpfung stärken.
  • Kommunale Flächenpflege naturverträglich ausrichten.

5. Energie, Klima & kommunale Resilienz

Klimaschutz muss wirken – bezahlbar, messbar und lokal sinnvoll.

  • Energiegenossenschaft/Energiegesellschaft prüfen, um kommunale PV-Projekte wirtschaftlicher umzusetzen.
  • PV auf kommunalen Dächern priorisieren
  • Wald, Grünflächen und Bäume: Pflege, Erhalt und Ergänzung; Förderprogramme prüfen.
  • Starkregen- und Hitzeschutz pragmatisch priorisieren (Entwässerung, Schatten, Versickerung).

6. Mobilität, Infrastruktur & Lebensqualität

Sichere Wege, gepflegte Straßen und sinnvolle Verkehrsführung.

  • Sanierung von Straßen und Gehwegen nach nachvollziehbarer Dringlichkeitsliste.
  • Rad- und Fußwege dort verbessern, wo sie Alltagsnutzen bringen (Schulen, Ortsteile, Ortskern).
  • Verkehrsberuhigung in Wohngebieten nur dort, wo sie nachweislich Sicherheit erhöht.
  • ÖPNV und ergänzende Angebote prüfen: bessere Anschlüsse und Förderungen vor allem für Rentner und Pflegebedürftige Personen.
  • Barrierefreiheit weiter in Schaafheim priorisieren und umsetzen.

7. Bauen, Wohnen & Ortsentwicklung

Innenentwicklung vor Flächenverbrauch – und klare Konzepte für Schlüsselgrundstücke.

  • Bauflächen- und Leerstandskataster nutzen, um Potenziale im Bestand besser zu aktivieren (Innenbereich vor Außenbereich Bebauung).
  • Ortskerne stärken: Aufenthaltsqualität, Nutzungen und Nahversorgung fördern – statt reiner Verlagerung an den Rand.
  • Nachnutzung des alten Grundschulgrundstücks transparent prüfen: Wohnen, soziale Infrastruktur, Vereins-/Kulturflächen oder Mischformen.
  • Nachnutzung des alten Grundschulgrundstücks als Privatschule in Ergänzung zum staatlichen System: seriös prüfen, ob ein Trägerkonzept in Frage kommt.

8. Verwaltung modernisieren – digitales Rathaus

Bürger sind keine Bittsteller – Verwaltung muss einfach funktionieren.

  • Digitales Rathaus ausbauen, PDFs allein bedeuten noch lange nicht „digital“
  • Nicht nur Online-Termine anbieten, sondern Vorgänge elektronisch abwickeln.
  • Prozesse verständlich gestalten, für Jung und Alt; die Homepage vereinfachen statt verkomplizieren.

9. Solide Finanzen – Prioritäten statt Wunschkonzert

Nur wer solide wirtschaftet, behält Handlungsfreiheit.

Der Haushaltsplan 2026 weist im Jahresergebnis ein Defizit von 1.727.998 Euro aus. Der Haushalt gilt damit als unausgeglichen und muss der Kommunalaufsicht zur Genehmigung vorgelegt werden.

In der mittelfristigen Planung wird ab 2027 mit höheren Erträgen aus der Grundsteuer B gerechnet; zugleich wird im Vorbericht auf mögliche Steuererhöhungsdebatten bei anhaltend schwieriger Lage hingewiesen (Quelle: Haushaltsplan 2026, Vorbericht).

Wir fordern daher:

  • Haushaltsdisziplin: Priorisieren, Folgekosten offenlegen und Investitionen an Nutzen und Finanzierbarkeit ausrichten.
  • Fördermittel systematisch prüfen: Förder-Check vor jedem größeren Vorhaben und konsequentes Projektcontrolling.
  • Kosten- und Leistungsrechnung Schritt für Schritt aufbauen und als Steuerungsinstrument nutzen.
  • Steuererhöhungen der Grundsteuer B erst als letzten Mittel, nicht als Drohung!